JJ: Aktuelle Berichte

Am Sonntag den 27.10.19 brachen wir um ca. 10:00 Uhr nach Würzburg auf.

Nach einigen Turbolenzen fanden wir uns dort in der Jugendherberge

zum Herbstseminar um 13:00 Uhr ein. Nach einer kurzen Einweisung wurden

die Zimmer verteilt. Nach dem beziehen der Räume gingen wir in das „Dojo“ und

trainierten wir, da wir noch keine Matten hatten, „Motivationsparcours“. Danach gab es

Abendessen in der Jugendherberge. Anschließend trafen wir uns beim Abend-

programm, was sich als Spieleabend herausstellte. Ab 21:00 - 22:00 Uhr hatten

wir Freizeit, danach gingen wir ins Bett. Man denkt, Ju Jutsu Freizeiten sind

Urlaub. Wie sehr man sich doch täuschen kann, stellte sich am Montag

Morgen heraus. Um 7:00 Uhr klingelte der Wecker. Frühstücken, ab in

die Halle und auf die Matten. Wir übten von 9:00 Uhr-12:00 Uhr Wettkampftraining,

Fallschule, Angriffe und Verteidigung. Nach der Mittagspause, um 14:00 Uhr, fuhren

wir in die Universität Würzburg. Dort probierten wir „Physik zum Anfassen“ an verschiedenen Stationen aus.

Zurück in der Jugendherberge gab es Abendessen. Kurz darauf gingen wir

durch Würzburg, da es schon dunkel war mit Taschenlampen bewaffnet. Das Morgenritual

am Dienstag widerholte sich: 7:00 Uhr aufstehen, Frühstücken, ab in die Halle. Heute

übten wir Erlebnispädagogik, Akrobatik und Grundtechniken. Danach stürzten wir uns

hungrig auf die Spaghetti. Nach dem Mittagessen lösten wir im Gruppenraum Rätsel.

Anschließend fuhren wir zum Bowling. Darauf kehrten wir zum Abendessen zurück

und spielten Werwolf. Um 22:00 Uhr gingen wir zu Bett. Am Mittwochmorgen

bimmelte der Wecker leider schon um 6:00 Uhr, da die Zimmer um 9:00 Uhr geräumt

sein mussten. Zum Abschluss übten wir in der Halle Zweikampfparcours gefolgt von einem Cooldown - Traumreise. Nach dem Mittagessen um 13:30 Uhr fuhren wir zurück nach München.

 

Sportliche Grüße

 

Euer Gregor

Das Bayernseminar findet einmal jährlich im Oktober über eine Woche von Sonntagabend bis Freitagfrüh in der Sportschule Oberhaching statt. Es ist eine tolle Möglichkeit für Erwachsene über ein paar Tage viel Neues zu lernen und dabei Kontakte mit Gleichgesinnten zu knüpfen oder alte Bekannte wieder zu sehen.
Der allgemeine Trainingsplan ist von morgens bis abends bunt bestückt und bietet eine Vielzahl an Trainingsmöglichkeiten je nach Interessensgebiet. Man kann sich also seinen ganz persönlichen Stundenplan zusammenstellen aus allem was das Ju-Jutsu so hergibt. Waffenabwehren, Bodentechniken, Würfe, Hebel und vieles mehr. Zu den Einzel besuchbaren Modulen werden auch Lizenzverlängerungen (Trainerlizenz oder Prüferlizenz) und die von Adrian (für einen Tag) und Wolfgang, Corinna und mir besuchte „Kyu- und Dan-Vorbereitung“ angeboten.
Hier geht es von morgens um 9.00 Uhr bis abends um 20.00/21.00 Uhr auf der Matte rund. Alle Bereiche des Prüfungsprogrammes werden genauestens erklärt, trainiert und hinterher in Form von sogenannten Leistungstests von hochgraduierten Meistern abgeprüft. Am ersten Tag legten wir also ganz motiviert und voller Power los mit Bewegungslehre, Abwehr- und Atemitechniken, Hebeln und zu guter letzt ab 19:00-21:00 Uhr noch mit Boden, Würgern und Nervendrucktechniken.
Ich für meinen Teil, bin am Abend dann nur noch müde ins Bett gefallen.
Wofgangs trockener Kommentar: „das pack mer schon…“
Am Dienstag, dem zweiten Tag, standen Wurftechniken und Weiterführungen auf dem Programm. Gerade zum Nachmittag hin merkte man dann doch schon deutlich die harten Trainingseinheiten vom Vortag, denn immerhin verbergen sich hinter einem Dan-Vorbereitungs-Tag von 9:00-21:00, abzüglich 2 h Mittags- und 1h Abendbrot-Pause doch 9h Trainingsarbeit!
Am Mittwoch ging der Tag dann bei vielen schon mit einsetzendem Muskelkater etwas zäher los. Wir beschäftigten uns mit freier Selbst-Verteidigung, sowie Gegentechniken.
Am Donnerstag, unserem letzten Tag, beschäftigten wir uns dann noch mit dem Thema Komplexaufgaben, freie Anwendungsformen und Waffenabwehr.
Es folgte eine kurzen Schlussbesprechung, bei der allen bescheinigt wurde, dass , wenn sie „dranbleiben“ und die Übungstage bis zur Prüfung in Esting (26.10.2019) und Germering (14.12.2019.) noch zur Festigung der vorgestellten Techniken nutzen würden, jeder die Prüfung bestehen müsste.
Unser Senior Wolfgang (70.) bedankte sich noch mal bei allen Trainern für ihre konstruktive Begleitung und bei allen Teilnehmern für ihren achtsamen Umgang untereinnander, durch den es diesmal zu keiner größeren Verletzung kam.
Nach dem Mattenabbau machten wir unsere mittlerweile schon überall muskelkaterschmerzenden Körper dann hübsch für den geselligen Teil des Ganzen, dem „Festabend“.
Nach einem guten bayerischen Essen (Schweinebraten, Knödel und Kraut), wurde überall geratscht und gelacht! Je später der Abend wurde, desto ausgelassener wurde es auch. Und so war die Tanzfläche am Abend noch richtig voll!

Die Zeit war wahnsinnig erfüllend und man hat nicht nur eine Menge für die anstehende Danprüfung mitnehmen können, sondern auch jede Menge Spaß gehabt!
….und so bleibt zum Schluss nur zu sagen: „….bis nächstes Jahr!“

Mit sportlicheren Grüßen

Laura

„Wir sind zu ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise…“ Das sagte der Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher vor dreißig Jahren und hat damit verkündet, dass etwa 4.000 DDR Bürger aus Prag in die BRD kommen durften. Daran hat sich die deutsche Botschaft in Prag am 28.9.2019 erinnert. Wir hatten aber auch ein großes Jubiläum am selben Tag, denn das Ju-Jutsu wie wir es heute kennen wird seit 50 Jahren praktiziert, da das damalige Innenministerium der Polizei eine Möglichkeit der praktischen und alltagstauglichen Selbstverteidigung suchte, hatte es nämlich veranlasst, Ju-Jutsu zu erfinden. Dieses Jubiläum haben wir im Rahmen eines Landeslehrganges für Kinder und Jugendliche gefeiert, denn was gibt es besseres, als dieses Jubiläum mit einem Training zu würdigen? Deswegen haben sich die Helfer um 12 Uhr im Ballhaus in Unterschleißheim getroffen um alles vorzubereiten. Das heißt unter anderem Matten zu schleppen und das Buffet aufzubauen, denn an Verpflegung sollte es natürlich auch nicht fehlen. Um 13 Uhr ging dann das Training los, das die Jugendreferenten Matthias Riedel, Alexander Köhler und Michael Rampp hielten. Es waren für jeden Techniken dabei, die man noch nicht konnte, denn obwohl viele Kinder im Grundschulalter dabei waren, schafften es die Trainer komplizierte Techniken wie zum Beispiel die Doppelhandsichel von hinten oder den Fußstoß rückwärts zu erklären, die auch ich als Blaugurt noch nicht so gut beherrschte. Aber vor allem bei kleineren Kindern darf vor lauter Techniken der Spaß auch nicht zu kurz kommen. Deswegen gab es immer wieder kurze Unterbrechungen mit lustigen kleinen Spielen wie etwa das „Indiana Jones Spiel“ bei dem einer versucht den Partner an einem Gürtel über die Matte zu ziehen, während der Partner sich am Gürtel entlang hangelt. Das Training war also schon mal perfekt, aber wie sah es mit dem Essen aus? Es gab Wiener und Fleischpflanzerl und dazu eine bunte Mischung an selbstgemachten Salaten und Blätterteigschnecken. Zum Nachtisch konnte man unter anderem zwischen Cookies, mehreren Kuchen oder Keksen wählen. Aber das Beste was der Preis, denn es wurde alles auf Spendenbasis verkauft. Als dann um 17 Uhr nach dem Mattenabbauen alle gegangen sind, war natürlich niemand so froh wie vor dreißig Jahren in Prag, denn der Landeslehrgang hat viel zu viel Spaß gemacht!

Mit sportlichen Grüßen
Björn Staeves