Wenige Sekunden – Die Sicht eines Kampfrichters

Wer sich noch erinnern möchte weiß sicherlich noch, das wir im letzten Fasan einen Bericht über das Kampfrichterwesen im JJVB geschrieben haben. Nun war es soweit, das Adrian und ich schon jeder einen Einsatz hatten. Adrian auf der Nordbayrischen Meisterschaft und ich auf der Südbayrischen. Bisher konnten wir allerdings nie zusammen Schiedsen, was sich auf der Bayrischen Meisterschaft geändert hat.

Am 14.03.2026 fuhren wir beide also nach Bergen, wo die diesjährige Bayrische Meisterschaft stattfand. Dort angekommen haben wir uns erst einmal einen Überblick verschafft, da es doch ein recht großes Turnier war. Anschließend gab es eine Kampfrichterbesprechung, wo die Kampfrichter eingeteilt wurden.

Danach ging es eigentlich auch schon bald los. Da wir Technische Probleme hatten (die Kameras haben nicht Funktioniert), haben wir die Kämpfe auf die gute alte Art bewertet, mit 1 Mattenkampfrichter und 2 Seitenkampfrichtern. Das war für Adrian und mich eigentlich gar nicht so schlecht, da wir so in Ruhe, ohne Druck, rein kommen konnten.

Nach einigen Kämpfen Rollierten wir immer sodass kein Mattenrichter länger als 3 Kämpfe auf der Matte war, so kamen dann auch Adrian und ich in die Mitte. Ob man es glaub oder nicht es ist sehr fordernd die ganze Zeit mitzudenken, jede Aktion wird zuerst mit dem „inneren Regelwerk“ verglichen ob sie Regelkonform war und anschließend müssen ja auch noch Punkte vergeben werden und das am besten binnen weniger Sekunden. Sollten doch Regel gebrochen werden, gibt es dann natürlich auch noch Strafpunkte. Meist werden diese dann vom Trainer angefochten, also gibt es dann eine Besprechung der 3 Kampfrichter. Mann ist doch jedes Mal froh wenn beide Kämpfer die Matte verlassen und es nur gutes Feedback gibt.

Ahhh, stimmt…Was sehr Positiv war, die Atmosphäre war sehr entspannt, die anderen Kampfrichter und auch die Coaches der Kämpfer waren sehr offen und haben Positives wie negatives Feedback gegeben. Kein Aggressives herumgebrülle oder sogar Beleidigungen.

Eine große Überraschung war als Tobi unser KR-Referent mich gefragt hat ob ich die Lizenz machen möchte, also habe ich einfach weiter den Mattenkampfrichter gemacht wärend mir 2 weitere Kampfrichter zugeschaut und mich geprüft haben. Danach noch die Theorie und am Ende war ich, oder besser gesagt bin ich Lizensierter Landeskampfrichter Bayern.

Zum Schluss bleibt bloß zu sagen, dass natürlich immer einer von uns beiden bei unseren Fightern als Coach ist, sollten wir welche dabei haben. Und Nein, wir dürfen keine Kämpfe von unseren Kids bewerten.

Es war oder ist eine wirklich coole Wochenendbeschäftigung und wer weiß vielleicht setzen wir ja noch einen oben drauf und machen die Bundeslizenz, aber das dauert noch…

 

Mit sportlichen Grüßen

Gregor